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wo ist ulrike 800

(ms) Über Volksdorf gibt es derweil viele Bücher. Mehrere davon sind sicherlich auch spannend, zum Beispiel diejenigen, die über die Geschichte dieses tollen Stadtteils von Hamburg berichten. Andere hingegen haben die Gemüter ziemlich stark erhitzt.

Was aber wohl bisher fehlte ist ein Krimi, dessen Handlung überwiegend in Volksdorf spielt. Der Volksdorfer Rechtsanwalt, EDV-Dozent und Internetseitenbetreiber Michael Suhr hat nun sein langgehegtes Vorhaben umgesetzt und seinen ersten Kriminalroman "Wo ist Ulrike" veröffentlicht.

Zum Inhalt: Ulrike Haffner wird seit einigen Tagen vermisst. Sie hatte sich mit ihrem ehemaligen Freund verabredet, war aber zum vereinbarten Termin nicht erschienen. Bei dem Versuch herauszubekommen, was passiert ist, stoßen ihre Bekannten und die Polizei auf den zwielichtigen Frank Mertens, Ulrikes letzten Freund. Vor ihm war sie kurz zuvor geflohen, nachdem er sie misshandelt hatte ...

Dazu zwei Leserrekationen: "Nach anfänglich sehr ruhiger Lektüre wurde es dann immer spannender und spannender, unvorhergesehene Wendungen, einfach toll", "Ein sehr tolles Buch, ich habe es verschlungen und bin in Gedanken dabei durch Volksdorf gegangen, für Volksdorfer ein Muss" .

Das 436 Seiten umfassende Buch gibt es als Taschenbuch in der Volksdorfer Buchhandlung Ida v. Behr für 9,98 Euro oder als eBook für 4,99 Euro bei Amazon.de, bücher.de, ebook.de, hugendubel.de, osiander.de, thalia.de, weltbild.de und anderen. Es kann aber auch einfach per eMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden ...

 

Zur Einstimmung auf den Volksdorf-Krimi hier schon mal eine kleine Leseprobe:

Peter Meinert stapfte durch den hohen Schnee, der auf dem Weg durch die Horst lag, einem kleinen Laubwaldstück in Volksdorf. Es war bitter kalt an diesem Montagmorgen im Dezember.

suhr michael 03 kleinDie weiße Pracht fiel seit gestern Abend ununterbrochen vom Himmel, und es schneite immer noch in dicken Flocken. Die erste Hälfte des Dezembers war, genau wie der November, grau und feucht gewesen, aber die Temperaturen hatten sich immer im Plus-Bereich bewegt, und so war es der erste Schnee des Jahres. Deshalb hatte es Peter auch nicht gestört, dass er schon früh am Morgen zum Schneeschieber greifen musste. Beim ersten Mal macht es ja immer noch Spaß.

Weniger Freude hatte er empfunden, als er feststellen musste, dass die Batterie seines Wagens den ersten richtigen Frost des Jahres nicht vertragen hatte und nach kurzem, halbherzigem Ansatz kläglich ihren Dienst versagte. So hatte er sich halt zu Fuß aufgemacht, um ins Dorf zu seiner Verabredung zu gelangen. Zum Glück war er recht frühzeitig aus der Wohnung gegangen. Deshalb hatte er jetzt noch genug Zeit, den herrlich unberührten Schnee in der Horstniederung zu genießen.

Vorbei ging es am Museumsdorf und den Ziegen, die diesen verschneiten Morgen zwar auch in ihrem Stall hätten verbringen können, aber offensichtlich genauso viel Freude an dem frischen Weiß und den fallenden Flocken hatten wie Peter. Fröhlich meckernd liefen sie entlang des Zauns und begleiteten ihn so ein Stück des Weges.

An der alten Schulkate angekommen überlegte Peter kurz, ob er einfach geradeaus Richtung Schwimmbad gehen sollte oder aber nach links am Museumsdorf vorbei und über die Straße Dorfwinkel zum vereinbarten Treffen im Café in der Weißen Rose. Er entschied sich für letztere Variante, denn zu Fuß war er dort in den vergangenen Monaten eher selten unterwegs gewesen. Und so konnte er sich auch gleich noch die weihnachtlich geschmückten Schaufenster auf seinem Weg ansehen.

Wie so oft schon in der Vergangenheit nahm er sich auch jetzt wieder vor, öfter mal zu Fuß durch das Dorf zu schlendern, um in Ruhe die Schaufenster anzusehen und in dem einen oder anderen Laden etwas zu kaufen. Aber meist war dann die Zeit doch wieder zu knapp und so blieb es in der Regel bei dem Wunsch, dies einmal zu tun.

Ein Blick auf die hohe Uhr an der Ecke gegenüber der Weißen Rose verriet Peter, dass es noch fünf Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt war, als er am Café eintraf. Axel Schautzer war beim Blick durch das große Fenster auch noch nicht zu entdecken.

Verabredet hatten sie sich, weil Schautzer seinem alten Schulfreund Peter „etwas ganz Wichtiges“ erzählen wollte. Am Telefon hatte er recht geheimnisvoll getan und dazu nichts Näheres gesagt.

Auch nachdem er das Café betreten hatte, konnte er Axel noch nicht entdecken. Also suchte sich Peter einen freien Tisch und setzte sich so, dass er aus dem Fenster das rege Treiben im Zentrum von Volksdorf, der Weißen Rose, beobachten konnte. Trotz des immer noch anhaltenden Schneefalls, der tief in die Stirn gezogenen Kapuzen und Hüte schienen alle an diesem Morgen fröhlich und vergnügt zu sein. Er überlegte, ob er sich schon einen Tee holen sollte, entschied sich dann aber doch dagegen.

So beobachtete er die Tür und wartete auf Axel Schautzer, mit dem er zusammen erst in der Grundschule die Schulbank gedrückt hatte und hinterher im Walddörfer-Gymnasium bis zum Abi zusammen gewesen war.

Sie hatten sich in den vergangenen rund 10 Jahren zwar nicht besonders häufig gesehen, aber, seitdem Axel wieder nach Volksdorf in das Haus seiner verstorbenen Eltern gezogen war, trafen sie sich hin und wieder zu einem Feierabendbier und klönten anfangs über die Vergangenheit, zunehmend aber auch über Aktuelles. Axel hatte Peter schon in der Jugend immer wieder mit seiner Spontanität fasziniert. Sie hatten sich immer gut verstanden und gemeinsam viel erlebt.

Er dachte oft an die unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit mit so mancher Radrallye auf dem Heideberg, vielen sonnigen Tagen im Freibad daneben, ´aufwendigen Dämmen´ in der Moorbek oder auch den tollen Schlittenfahrten auf dem Bocksberg oder dem Mellenberg. ´Gut, dass wir damals noch nicht so viel Elektronik hatten wie die Kinder heute. Das war sicherlich ein Grund dafür, dass wir mehr draußen waren und miteinander viel erlebten´, kam es ihm in den Kopf. Heute, so fürchtete er, heute würden die Kinder weniger kreativ tätig sein und vor allen Dingen seltener draußen etwas mit ihresgleichen erleben. Gut, sie hatten sich auch mal geprügelt, aber kurz nach der Auseinandersetzung hatte man sich schon wieder zusammengerauft und die Nachmittage wieder miteinander verbracht. Wenn sich die Kinder heute über ein Computerspiel ärgern, so können sie es einfach beenden, ohne sich weiter damit auseinandersetzen zu müssen. Als Folge würden die Jugendlichen vielleicht später nicht so gut im Kollegenkreis zurechtkommen, überlegte Peter.

„Moin“ begrüßte Axel Peter kurz und knapp, als er an den Tisch kam. Er klopfte die Schneeflocken von seiner Jacke und hängte sie über einen der freien Stühle an Peters Tisch. „Schön, dass Du kommen konntest. Jetzt brauche ich erst einmal einen heißen Kaffee. Wollen wir uns auch ein Brötchen gönnen, oder hast Du schon gefrühstückt?“ Da Peters Frühstück schon recht lange her war, und er die zu sich genommenen Kalorien sicherlich beim Schneeschieben wieder verbraucht hatte, gingen sie gemeinsam zum Tresen und ließen sich den Kaffee, die Brötchen und einen Tee für Peter geben. Axel bezahlte das Bestellte und sie bahnten sich, Heißgetränke und Brötchenteller balancierend, ihren Weg zurück an den Tisch.

Als sie wieder Platz genommen hatten ergriff Axel gleich das Wort. „Mann, was ist das für ein toller Winteranfang, da konnte man sich ja heute Morgen schon richtig mit dem Schneeschieber ausarbeiten“ verkündete er fröhlich.
„In der Tat“ gab Peter ihm Recht, „im Moment macht es mir durchaus noch Spaß und im Endeffekt tut es mir gut, da ich mich sowieso zu selten draußen bewege. Außerdem habe ich gleich noch einen tollen Spaziergang anschließen dürfen, weil meine Batterie den Geist aufgegeben hat.“
„Warum hast Du denn nicht angerufen, ich hätte Dich doch abholen können?“
„Daran hatte ich auch erst gedacht, aber es war noch Zeit genug für einen Spaziergang durch die frische Winterlandschaft ins Dorf. Du könntest mich aber nach Hause fahren, wenn Du Zeit hast“ schlug Peter hoffnungsvoll vor. „Aber nun verrate mir endlich mal, was es so Geheimnisvolles gibt.“ ...

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"Herr Ober eine Frage: Wieso sind die Portionen heute kleiner als gestern?" - "Aus Werbegründen. Gestern haben Sie am Fenster gesessen, da konnte man Ihren Teller von der Strasse aus sehen!"

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