190701 hospital

(red) Aus der Historie der letzten Jahrzehnte sind im Hospital zum Heiligen Geist aus unterschiedlichen Beweggründen heraus verschiedene Entlohnungsmodelle entstanden. Der Vorstand um Frank Schubert hat die Initiative ergriffen und ist in den Dialog mit ver.di und der vkm – Gewerkschaft für Kirche und Diakonie – getreten. Wie in Verfahren dieser Art üblich, gab es seit Februar 2019 mehrere Gesprächsrunden, an denen auch der Vertreter vom Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger (VKDA) teilnahm. Jetzt wurde der Erfolg der Tarifverhandlungen von den Tarifkommissionen der Gewerkschaften bestätigt. „Die Gespräche mit Dr. Arnold Rekittke von ver.di und Thomas Marek von der Kirchengewerkschaft verliefen äußerst konstruktiv“, führt Frank Schubert aus. „Wir alle verfolgen das Ziel, die Situation und das Gehaltsniveau in der Pflege zu verbessern. Das war eine gute Basis für ein schnelles Tempo mit erfolgreichen Gesprächen.“

Tarifeinführung bereits zum 1. Januar 2020
Am 01.01.2020 tritt der neue Tarifabschluss in Kraft. Die Eingruppierung der rund 900 Beschäftigten des Hospitals zum Heiligen Geist greift sofort. Für die etappenweise Angleichung aller Leistungen des Kirchlichen Tarifvertrages der Diakonie (KTD) wurde eine Übergangsphase von vier Jahren vereinbart. Die sukzessive Angleichung betrifft auch die Zuschläge für spezielle Dienstzeiten, Sonderzahlungen, Treueleistungen und die Arbeitszeit, die stufenweise von 40 auf 38,7 Stunden pro Woche reduziert werden soll.

Initiative der Gesundheitssenatorin wird ausdrücklich begrüßt
Schubert erklärt: „Die Entscheidung zur Tarifeinführung haben wir im Hospital getroffen, um im Sinne der Gerechtigkeit und Arbeitgeberattraktivität einen zukunftsorientierten Weg zu beschreiten. Das war auch der Grund dafür, der ‚Allianz für die Pflege‘ beizutreten.“ Die Initiative ist im April 2019 von der Senatorin der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks, ins Leben gerufen worden mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen für Pflegkräfte nachhaltig zu optimieren. Das Hospital zum Heiligen Geist zählt nicht nur zu den ersten Unterzeichnern, sondern auch zu den ersten Arbeitgebern, die bereits aktiv gehandelt haben. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks kommentiert: „Es ist ein gutes Zeichen, dass die ‘Allianz für die Pflege‘ bereits wenige Wochen nach der Gründung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospitals zum Heiligen Geist Früchte trägt. Mit dem erfolgreichen Tarifabschluss zeigt eine von Hamburgs größten Senioreneinrichtungen, dass die gemeinsam gefassten Beschlüsse nicht nur Theorie bleiben, sondern umgesetzt werden und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Wertschätzung des Pflegeberufs in der Gesellschaft."

 

 

 

 

Die Beschäftigten des Hospitals zum Heiligen Geist werden zukünftig von den Tariferhöhungen profitieren, die der Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger aushandelt. Für die Refinanzierung sieht Schubert auch den Gesetzgeber in der Pflicht: „Die Politik ist gefordert, dass Entscheidungen für mehr Lohngerechtigkeit auch von Seiten der Pflege- und Krankenkassen unterstützt werden. Erst dann wird es noch mehr sozialen Einrichtungen möglich, nach Tarif zu bezahlen und damit die Qualität der pflegerischen Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen.“