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 (ots) - Wer nach einer Arzneimitteleinnahme eine Nebenwirkung bemerkt, sollte seinem Arzt oder Apotheker davon berichten. "Jeder kennt den Satz 'Zu Risiken und Nebenwirkungen [...] fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker'. Dieser Satz lässt sich sinnvoll erweitern: 'Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker und berichten Sie ihm von Ihren Beobachtungen'", sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK).

Im bewährten Meldesystem berichten Patienten zunächst ihrem Apotheker von einer Nebenwirkung. Der Apotheker gibt diese Meldung unter anderem an die AMK weiter. Dort werden Meldungen aus allen Apotheken systematisch erfasst, ausgewertet und dann an die entsprechenden Bundesoberbehörden weitergegeben. Falls die Behörden Maßnahmen erlassen, werden diese von der AMK umgesetzt bzw. die Information an alle Apotheken verteilt.

Gesundheitsdaten sind hochsensibel und dürfen nicht in falsche Hände gelangen. Deshalb lehnt die AMK - im Schulterschluss mit der entsprechenden ärztlichen Organisation - die Erfassung und Weiterleitung von Nebenwirkungen durch privatwirtschaftliche Anbieter ab. Patienten können Nebenwirkungen auch direkt an die Bundesoberbehörden melden.

Schulz: "Bei privatwirtschaftlichen Unternehmen sollten Patienten damit rechnen, dass die gesammelten Gesundheitsdaten an interessierte Stellen verkauft werden. Privatwirtschaftliche Meldesysteme können das Vertrauen der Bevölkerung in die etablierten Meldestrukturen der öffentlichen, unabhängigen und nicht gewinnorientierten Institutionen gefährden. Wenn Nebenwirkungen über verschiedene Wege gemeldet werden, steigt zudem das Risiko für Doppel- bzw. Mehrfachmeldungen."

Weitere Informationen unter www.abda.de und www.nebenwirkungen.pei.de

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Das Zitat wurde illustriert von dem Ohlstedter Künstler Pieter Kunstreich
www.pikunst.de (Illustration), www.pietreich.artists.de (Landschaftsmalerei)

Im Rahmen seiner Pfarrerausbildung musste unser Pastor einen Gottesdienst in einer ihm nicht vertrauten Kirche halten. Unbewusst suchte er etwas, um sich festzuhalten und fand einen Bolzen, der in die Kanzel hineinragte. Während des Gottesdienstes spielte er die meiste Zeit damit herum. Zu seiner großen Erleichterung schien die kleine Gemeinde höchst aufmerksam. Nach dem Gottesdienst kam einer der jungen Diakone auf ihn zu und meinte, er habe sich gut gehalten, angesichts seiner Nervosität. "Woher wussten Sie, dass ich nervös war?", fragte er. "Nun", antwortete der Diakon, "während der gesamten Predigt drehte sich das an die Kanzel gedübelte Kreuz wie ein Propeller!"

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