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leserbrief

(Leserbrief) Auf der Öffentlichen Plandiskussion zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurf Rahlstedt 135 am 03. Juni 2019 in der Dankeskirche/ Rahlstedt zeigte sich erneut die völlige Ablehnung der Freibad-Schließung.

Vor mehr als 250 Anwesenden erläuterten die Vertreter des Bezirksamtes Wandsbek den Plan zur Errichtung von zehn dreigeschossigen Gebäuden, insgesamt 130-150 Wohneinheiten.

Für diesen Zweck soll das bestehende Planrecht geändert und das letzte öffentlich betriebene Freibad im Bezirk Wandsbek im Herbst 2020 geschlossen werden. Bis auf wenige Enthaltungen lehnten rund 97% der Teilnehmer der Veranstaltung in einem Meinungsbild die Schließung ab.

In zahlreichen Wortbeiträgen äußerten die Anwohner ihren Unmut und ihr Unverständnis für diesen Schritt. So wurde darauf hingewiesen, dass das Freibad ein großes Freizeitgelände für die ganze Familie sei, für Kinder und Jugendliche und das den ganzen Tag. Mehrfach wurde auch darauf hingewiesen, dass der städtische Betreiber Bäderland Hamburg GmbH mindestens in den letzten 10 Jahren auf dringende Investitionen verzichtet und das Freibad damit gezielt heruntergewirtschaftet habe.

Wolfgang Trede, Sprecher der Bürgerinitiative: „Seit 2014 haben wir immer wieder gefragt, was an Gerüchten über die Bebauung dran sei, und mussten uns von Teilen der Politik beschimpfen lassen. Jetzt wird das Projekt im Eiltempo durchgezogen und die Meinung und konkreten Vorschläge der Bürger werden nicht berücksichtigt“.

In den Wortbeiträgen wurde auch wiederholt betont, dass das geplante sogenannte Außenbecken am Standort des Hallenbades keinen Ersatz darstellen könne, es sei deutlich kleiner, die Liegefläche betrage nur einen Bruchteil des bisherigen Geländes und auch der Eintrittspreis sei teurer.

In einem vierfarbigen Flyer hatte die Bürgerinitiative ihre Argumente gegen die Schließung zusammengestellt.

Dass die SPD/ Grünen-Koalition im Wandsbeker Rathaus das Projekt gegen alle Widerstände durchziehen will wurde deutlich, als der Versammlungsleiter am Schluss darauf hinwies, dass der Planungsausschuss der Bezirksversammlung bereits 8 Tage nach der ÖPD schon am 11.06., 18:00 Uhr im Wandsbeker Rathaus – noch vor der konstituierenden Sitzung der neugewählten Bezirksversammlung - über die Einleitung des Bebauungsplanes Rahlstedt 135 beraten und beschließen möchte.

Bürgerinitiative “Rettet das Freibad Wiesenredder“ -  Wolfgang Trede

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