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190618 Dresscode war gestern   Restaurant auf der AIDA Vita

(ots) - Neulinge an Bord fühlen sich angesichts der vielen alten Hasen manchmal verunsichert. Ohne Grund: Die Spielregeln sind überschaubar und schnell erlernt. Mit dem Kreuzfahrt-ABC von kreuzfahrten.de sind Anfänger perfekt vorbereitet für die erste Reise auf einem Schiff. Das Kreuzfahrt-ABC ist schnell gelernt. Niemand sollte sich von vermeintlichen Profis verunsichern lassen. Deren Wissensvorsprung ist bald aufgeholt. Bei Fragen helfen andere Passagiere oder Crew-Mitglieder gern.

Einschiffen und Ausschiffen: So packen neue Gäste richtig

Am ersten und am letzten Tag einer Kreuzfahrt kommen Gäste in den Genuss des Gepäckservices der Reedereien. Die Crew wuchtet die Koffer in und aus der Kabine. Allerdings erfordert dieser Service etwas Nachdenken beim Packen. Am Einschiffungstag reisen Kreuzfahrer mit Handgepäck und Koffer an, und geben die Koffer vor Betreten des Schiffes ab. Profis packen Badezeug, Sonnencreme und Sportsachen ins Handgepäck und können sofort Pool oder Fitnessraum nutzen. Köpfchen ist auch am Abreisetag gefragt: Die Koffer werden in der Nacht vor der Abreise vor die Kabinentür gestellt, damit die Crew rechtzeitig mit dem Transport beginnen kann. Für den Abreisetag sollte ein Kleidersatz in der Kabine bleiben. Wer möchte schon im Schlafanzug von Bord gehen.

Dresscode: die große Freiheit bei der Kleiderwahl

Der Dresscode sorgte früher bei Kreuzfahrt-Neulingen für Vorbehalte. Doch heute herrscht auf vielen Schiffen die große Freiheit bei der Wahl der Garderobe. Fans legerer Kleidung sollten bei der Buchung darauf achten, ein Schiff mit lässiger Atmosphäre zu wählen. Auf sehr luxuriösen oder traditionellen Schiffen kann der Dresscode strenger sein. Hinweise geben die Reedereien, Kreuzfahrtportale wie kreuzfahrten.de oder entsprechende Foren im Internet. An Bord gilt: Für die Buffetrestaurants gibt es keine vorgeschriebene Kleidung. Bade- oder Sportsachen sind aber nicht angemessen. Gäste im Bikini oder Trainingsanzug riskieren einen freundlichen Rauswurf. In den Restaurants mit Service geht es eleganter zu. Für Gala-Abende oder ein Captain's Dinner sollten Gäste das beste Stück in der Garderobe wählen. Infos zur richtigen Kleidung finden Kreuzfahrt-Einsteiger im Tagesprogramm auf der Kabine. Casual, elegant casual, semi-formal oder cruise elegant lauten die Begriffe: Generell unterscheiden sich die Sitten und Gebräuche an Bord nicht von denen für einen gepflegten Restaurantbesuch an Land.

Seekrankheit: auf vielen Kreuzfahrten kein Thema

Seekrankheit kann ein lästiges Übel sein. Aber heute verfügen die meisten Kreuzfahrtschiffe über Stabilisatoren, die Schwankungen und damit Seekrankheiten verringern. Auf vielen Kreuzfahrten können Gäste fast vergessen, auf hoher See zu sein. Wer anfällig für Seekrankheit ist, sollte eine Kabine auf einem unteren Deck in der Mitte des Schiffes buchen. Dort sind die Schwankungen am wenigsten zu spüren. Atlantiküberquerungen oder Touren um Kap Hoorn sollten empfindliche Gäste besser meiden. Dort gehen die Wellen häufig hoch. Wichtig für Kreuzfahrt-Neulinge: Seekrankheit kann alle treffen, vom Einsteiger bis zum Kapitän.

Seenotrettungsübung: Wer sich drückt, wird erwischt

Wer als Kreuzfahrt-Anfänger denkt, er könnte sich vor der obligatorischen Seenotrettungsübung drücken, weil er lieber ein Nickerchen in der Kabine machen möchte, irrt sich. Dieser Termin ist ein absolutes Muss. Neulinge sollten wissen: Die Anwesenheit jedes Passagier wird kontrolliert, entweder durch Fingerzeig oder durch Einlesen der Bordkarte. Drückeberger werden also erwischt, als unerfahrene Kreuzfahrer entlarvt und müssen die Übung nachholen.

Feuer: Zündeln verboten

Feuer gilt als die größte Gefahr an Bord eines Schiffes. Deshalb sind die Vorsichtsmaßnamen umfangreich und werden streng kontrolliert. Offenes Feuer wie eine Kerze in der Kabine ist bei allen Reedereien rigoros verboten. Das gilt auch für das Rauchen. Das ist nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Auch elektrische Geräte wie Bügeleisen, Föhn, Lockenwickler oder Tauchsieder dürfen nicht mit an Bord. Wer erwischt wird, riskiert eine peinliche Situation und handfesten Ärger. Die Geräte werden auf jeden Fall konfisziert. Auch Mehrfachstecker zum Aufladen von Laptop, Handy und Kamera-Akkus sollten daheim bleiben. Im Falle einer Überhitzung droht ein Schwelbrand.

Landausflüge und Abfahrtszeiten: spöttische Blicke für späte Passagiere

Erfahrene Kreuzfahrer planen bei Landausflügen einen zeitlichen Puffer ein, um auf das Schiff zurückzukehren. Staus, Warteschlangen oder Autopannen können schnell kniffelig werden. Die Abfahrtszeit bezeichnet den Moment, an dem das Schiff den Hafen verlässt. Gäste müssen zur Zurück-an-Bord-Zeit auf dem Schiff sein, sonst können Sie dem Schiff nur vom Pier hinterher winken. Sind Gäste auf eigene Faust unterwegs, muss das Kreuzfahrtschiff weder auf sie warten noch für den Weitertransport zum nächsten Hafen sorgen. Deshalb sollten sich alle Gäste für den Notfall die Telefonnummern des Schiffs und des Hafenagenten notieren, um diese informieren können, falls sie zu spät sind.

Bordkarte: ein Ausweis für alle Fälle

Die Bordkarte auf einem Kreuzfahrtschiff ist Ausweis, Zahlungsmittel und Kabinenschlüssel in einem und sollte stets in Griffweite sein. Jeder, der ein Kreuzfahrtschiff betritt, erhält seine persönliche Bordkarte, auf der alle Daten gespeichert sind. Die Bordkarte macht auch das Bargeld an Bord überflüssig. Ausgaben für Getränke, Boutique-Käufe oder Spa-Behandlungen werden mit diesem Dokument bezahlt. Die Reederei bucht die Summen elektronisch auf das Bordkonto. Am Ende der Reise folgt die Rechnung. Gäste können ihr Bordkonto jederzeit einsehen. Die Bordkarte wird auch beim Verlassen und Betreten des Schiffs eingelesen. Die Crew weiß damit, ob Gäste an Bord oder an Land sind. Kinder erhalten übrigens ebenfalls eine Bordkarte, deren Zahlungsfunktion jedoch eingeschränkt werden kann.