(lifePR) Es lindert Schmerzen, steigert die Konzentration, fördert die Bildung von Vitamin D und aktiviert die Kräfte zur Selbstheilung: Neue Studien belegen das große therapeutische Potenzial von blauem und ultraviolettem Licht für die Gesundheit. Bad Mergentheim in Baden-Württemberg will die „blaue Quelle“ mit Süddeutschlands erstem „Blu Room“ künftig in den Fokus rücken.


Blaues Licht als natürliche Medizin gegen viele Volkskrankheiten unserer Zeit: Zahlreiche neue Studien unter anderem aus Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten belegen, dass besonders intensives bläulich-ultraviolettes Licht dabei helfen kann, Beschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen oder den Juckreiz bei Neurodermitis zu lindern und Menschen leistungsfähiger zu machen. In Bad Mergentheim wird die Lichttherapie mit ultraviolettem Licht erstmals in Süddeutschland erlebbar. Das Konzept, das in den USA bereits zahlreiche Anhänger findet, soll nun auch von dem baden-württembergischen Kurort aus weiter Deutschland erobern, sagt Marianne Barlian, Geschäftsführerin des neuen Therapiezentrums.  

In Bad Mergentheim profitieren Nutzer besonders auch von der einzigartigen Umgebung des neuen „Blu Rooms“. Dieser befindet sich im Haus des Gastes inmitten des mehr als 130.000 Quadratmeter großen Kurparks. Er gilt mit seiner leuchtenden Blumenpracht, seinen mächtigen Bäumen und weitläufigen Grünflächen als Oase der Entspannung.

„Wir haben uns bewusst für diesen Standort entschieden“, so Barlian. So hätten die Anwender die Möglichkeit, nach der Behandlung ein optimales Ambiente für die sich anschließende Ruhephase zu finden und das Entspannungserlebnis weiter zu vertiefen. Bad Mergentheims Kurdirektorin Katrin Löbbecke sieht die „blaue Quelle“ als wichtige Erweiterung des Gesundheitsstandorts: „Wir freuen uns, mit unserem Kurpark den Rahmen für diese in Süddeutschland einmalige Therapieform bieten zu können“, sagt sie.

Natürliche Schmerzlinderung durch blaues Licht
„Blaues LED-Licht auf der Haut regt ausschließlich körpereigene Prozesse an, die in einer natürlichen Schmerzlinderung resultieren können“, erklärt Professor Dr. Christoph Suschek, Experte für lichtinduzierte Prozesse an der Universität Düsseldorf.  Es sind sehr komplexe Vorgänge, die im menschlichen Organismus ablaufen, wenn er hochkonzentriertem blauen Licht mit einer Wellenlänge von etwa 450 Nanometern ausgesetzt wird, also in Wellenlängenbereichen, wie sie auch der „Blu Room“ nutzt. Unter anderem setzt das blaue Licht im Körper Wärme-Energie frei. Das blaue Licht bewirkt außerdem die Ausschüttung von Stickstoffmonoxid. Dieses wirkt direkt in den Nervenenden. Es vermindert dort die Schmerzweiterleitung und wirkt aktiv gegen Entzündungen. Auch spricht nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand viel dafür, dass Stickstoffmonoxid die Heilung von verletzten Muskeln unterstützt, so Professor Suschek.

Professor Dr. med. Hubert Bardenheuer, Leiter des Zentrums für Schmerztherapie und Palliativmedizin an der Universität Heidelberg, prophezeit dem blauen Licht eine große Zukunft. Er glaubt, dass dieses für viele Schmerzpatienten zur vielversprechenden Behandlungsalternative werden könne.

UVB-Licht als Schlüssel gegen Vitamin-D-Mangel 
Belegt ist inzwischen, dass ultraviolettes Licht für die Bildung von Vitamin D essentiell ist. Vitamin D stärkt unter anderem die Knochen und beeinflusst die Muskelkraft. Studien lieferten auch Hinweise, dass es das Herz-Kreislauf-System stärkt und gleichzeitig die Gefahr von Diabetes und Krebs mindern könnte. Dieses lebensnotwendige Vitamin kann der Körper jedoch nur mit dem UVB-Licht der Sonne bilden, in Lebensmitteln kommt es so gut wie nicht vor. Neun medizinische UVB-Lampen in Kombination mit den vollverspiegelten Wänden des „Blu Rooms“ sorgen nach den Worten der Betreiber für eine optimale Produktion von körpereigenem Vitamin D in der Haut, unabhängig von Tages- oder Jahreszeit.

Blaues Licht aktiviert die Selbstheilungskräfte 
„Blaues Licht erinnert den Körper an seine Kraft der Selbstheilung“, sagt Marianne Barlian. Diese lichtphysikalische Erkenntnis war auch die Grundlage dafür, dass sie sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Reinhold Barlian entschied, in Bad Mergentheim im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen Süddeutschlands ersten „Blu Room“ zu gründen.

Dieser macht die Heilkraft des blauen Lichts auf Basis eines in den USA entwickelten und erfolgreich eingeführten Konzepts seit Ende 2018 erlebbar. „Der Raum schirmt ab von der äußeren hektischen Welt und hüllt ein in eine schützende Atmosphäre ultravioletten Lichts. Nutzer erfahren eine außergewöhnlich tiefe Entspannung bis zur Zellebene. Dabei können sowohl Effekte der Selbstheilung stimuliert als auch empfohlene Therapien in ihrer Wirksamkeit effektiv unterstützt werden“, so Marianne Barlian. Anwender würden nicht nur einen Zuwachs an Energie spüren, sondern gerade auch durch die Auffüllung der Vitamin-D Speicher eine Stärkung des Immunsystems erfahren. Der „Blu Room“ wirke also sowohl präventiv als auch regenerativ und vereine Licht-, Frequenz- und Klangtherapie in einer Anwendung.

Erste Erfahrungen auch in Deutschland positiv 
Deutschland bietet heute neben Bad Mergentheim mit Mühlheim/Ruhr und Weimar in Thüringen nur zwei weitere Standorte dieser Art. Europaweit gibt es — neben der Bundesrepublik in der Schweiz, Österreich und in Italien — insgesamt zehn solcher Einrichtungen. Herz der „blauen Quelle“ ist ein verspiegelter Raum, der mit blauem und ultraviolettem Licht geflutet wird. Dort liegen Anwender für etwa 20 Minuten bekleidet auf einer Liege und lassen das Licht auf sich wirken. Während einer Sitzung kommt es nach den Worten Marianne Barlians durch außergewöhnlich tiefe Entspannung zu einer Aktivierung der Zellen. So könnten Schlacken und Gifte leichter abtransportiert werden.

Anwender erhalten zudem eine Flasche mit Wasser. Dieses können sie dann nach der Sitzung, in der sich anschließenden 20-minütigen Phase im Ruheraum trinken. Das durch die Lichtfrequenzen im „Blu Room“ entstandene „geordnete Wasser“ unterstützt den Körper nach den Worten der Betreiberin beim Prozess der Entschlackung. Die Geschäftsführerin berichtet, die Erfahrungen der ersten Monate seien sehr positiv.
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