kirche am rockenhof

(va) Vom 10. Mai bis zum 10. Juni 2019 macht eine Wanderausstellung der Evangelisch-Luthe¬rischen Kirche in Norddeutschland am Rockenhof Station. Sie geht brisanten Fragen aus der Vergangenheit nach:

• Wie wurden in den nordelbischen Kirchen das Kriegsende und die militärische Niederlage Deutschlands empfunden und gedeutet?
• Wie konsequent versuchte man, mit den menschenverachtenden Sichtweisen und Denkmustern des Nationalsozialismus zu brechen?
• Welche personellen und inhaltlichen Kontinuitätslinien aus der NS-Zeit waren weiterhin wirksam?
• Wann und auf welche Weise konnten sich neue Weichenstellungen durchsetzen?

Betrachtet wird der Zeitraum zwischen 1945 und 1985.
In sechs Themenfeldern dokumentiert die Ausstellung, in welcher Weise sich die im lu-therischen Norden lange Zeit vorherrschende nationalprotestantische Mentalität, die die Hinwendung zum Nationalsozialismus gefördert hatte, nach 1945 zunächst wieder durch¬setzte und Wirkungsmacht entfaltete. Im Vordergrund stehen konkrete Fälle und Beispiele aus den nordelbischen Landeskirchen und Gemeinden. Gezeigt wird auch der mühevolle Weg von Auseinandersetzung und Dialog über Jahrzehnte, der schließlich zu einer Verän¬derung der Kirche führte.
Die Ausstellung, die durch zahlreiche Kirchen im norddeutschen Raum wandert, wird am 10. Mai 2019 um 18:00 Uhr in der Kirche am Rockenhof mit einer Vernissage eröffnet. Danach kann sie bis zum 10. Juni jeweils Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Mittwoch und Samstag von 10 bis 12 Uhr, Sonntag von 13 bis 15 Uhr oder auf Anfrage im Gemeindebüro besichtigt werden.

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