denkendenken 04

(va) Die nächste Veranstaltung aus der Reihe "Denken denken - Philosophische Gesprächsrunden" findet statt am Donnerstag, dem 9. Mai, um 19:00 Uhr in der KunstKate Volksdorf, Eulenkrugstraße 60–64, unter den Titel: "Der Verdienst und das Verdienst - Steht uns zu, was wir haben und bekommen?"

„Du hast das Leben, das Du verdienst!“ steht irgendwo bei dem Philosophen Jean-Paul Sartre. Das kann dann auf alle einzel-nen Bestandteile des Lebens übertragen werden. Dann hätten wir stets genau den Verdienst, der uns zustände. Die Frage nach dem gerechten Lohn, dem ge-rechten Ertrag, dem gerechten Gewinn wäre damit erledigt. Der Verdienst, abzulesen auf der Lohnbescheinigung, wäre dann mit den moralischen Meri-ten identisch. Die Frage, womit wir einen Hungerlohn verdient hätten und ob der Hungerlohn der Lohn für unsere Anstrengungen sei, wäre überflüssig.
Ähnlich gnaden- und trostlos heißt es bei Ernst Jünger: „Es gibt keine verkannten Genies. Jeder findet im Leben seinen Platz“, soll heißen: Genau den Platz, der genau ihm zukommt.
„Verdienst“ ist ebenso doppeldeutig wie „Lohn“ oder „Wert“. Ein Auto z.B. besitzt einen Markt-Wert und einen „eigentlichen“ Wert. Der „eigentli-che“ Wert kann sich am technischen Zustand bemessen oder an Gefühlen, die sich damit im Laufe der Gebrauchsjahre verbunden haben.
Nicht wenige Menschen werden das Gefühl nicht los, sich in ihrem Le-ben immer wieder „unter Wert verkauft“ zu haben. Aber wo sind die ent-sprechenden Maßstäbe?

Teilnehmerbeitrag 10 € (inkl. „Wein und „Brezeln“)

Zum Seitenanfang