1808 Hochhaus

Julia von Lucadou, Die Hochhausspringerin,
ISBN: 978-3-446-26039-9,
Hanser Verlag, 19 €.

Der Debütroman von Julia von Lucadou scheint das Schicksal der talentierten Hochhausspringerin Riva zu behandeln, die aus unerklärlichen Gründen ihre Profession des Flydiving einstellt. Die Psychologin Hitomi wird von der Sponsorenfirma beauftragt, die Gründe für die Arbeitsverweigerung herauszufinden und schnellstmöglich die Heilung der scheinbar kranken Riva in die Wege zu leiten.
Hitomi stürzt sich sogleich in die Arbeit, denn von ihrem Erfolg hängen auch ihr Einkommen und der Status in ihrer Firma ab. Stundenlang beobachtet sie Riva durch versteckte Echtzeitkameras und taucht bei Recherchen von Blogeinträgen und Datenaufzeichnungen über Rivas Tätigkeiten in deren Leben ein. Sie verstrickt sich immer mehr in ihre passionierte Aufgabe. Dabei erinnert sie sich vermehrt an ihre Jugendfreundin Andorra, deren damals plötzliches Verschwinden sie immer noch nicht verkraftet hat.
Erst als sie den Blogger Zarnee entdeckt, scheint er eine denkbare, hilfreiche Lösung für Rivas Heilung zu sein.
Julia von Lucadou ist mit diesem Debut ein hochspannender, aber auch bedrückender, dystopischer Roman gelungen, der den Leser nachdenklich zurücklässt mit den Fragen, wohin die gläserne digitale Präsenz uns führen wird.

Dieser Buchtipp stammt von Uta Birken aus der Buchhandlung Ida v. Behr, Im Alten Dorfe 31, 22359 Volksdorf,
Tel.: 040 / 603 12 86, Fax: 040 / 603 83 43, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.buecher-behr.com

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